Das Löschgruppenfahrzeug (LF 16) hat eine Gruppenbesatzung (1-8). Das Fahrzeug ist für
Brandeinsätze und Einsätze der technischen Hilfeleistung gleichermaßen gut ausgestattet.
Ein moderner hydraulischer Rettungssatz - bestehend aus einem direkt mit der Stromver-
sorgung des Fahrzeugs verbundenem Hydraulikaggregat, einem großen Spreizer und
einem Schneidgerät, beide über Schlauchhaspeln an das Aggregat angeschlossen, sowie
einem doppelt wirksamen Rettungszylinder - ermöglicht ein sofortiges schnelles Vorgehen.
Auch Unfallfahrzeuge mit fortschrittlicher Sicherheitseinrichtung, wie verstärkte Bauteile oder
Seitenaufprallschutz, können mit diesem Rettungssatz erfolgreich bearbeitet werden.
Zusätzliche Ausrüstungsgegenstände zur technischen Hilfeleistung sind ein Lufthebersatz
und Hochdruckhebekissen zum Anheben von Lasten sowie verschiedene Trenngeräte, darunter
eine Zwillingssäge zum effektiven Trennen von verschiedenen Materialien in unterschiedlicher
Dicke und Form, die zum Beispiel bei Zugunglücken sehr dienlich sein kann. Der eingebaute
Lichtmast, pneumatisch ausfahrbar und per Fernbedienung steuerbar, ersetzt den zeit- und
personalaufwendigen Aufbau eines Stativs zu Ausleuchtung der Einsatzstelle.
Eine Besonderheit der Ausrüstung zur Brandbekämpfung stellt die mechanisch gesteuerte
Schaumzumischungsanlage der Firma MSR inklusive einem eingebauten zweiteiligen Schaum-
mitteltank dar. Neben der Möglichkeit, zügig Schaum als Löschmittel zur Verfügung zu haben ist
die vorrangige Aufgabe dieser Anlage, dem Löschwasser Netzmittel bei zu mischen. Durch
die dabei verringerte Oberflächenspannung wird die Löschwirkung des Wassers deutlich verstärkt.
Dies erlaubt einen sparsameren Umgang mit Löschwasser, verringert den durch einen Lösch-
einsatz eventuell entstehenden Wasserschaden und reduziert schnell die Emissionen bei einem
Schadenfeuer. Die Ausrüstung des Fahrzeugs mit modernen Hohlstrahlrohren - anstatt der bisher
üblichen Mehrzweckstrahlrohre - erweitert diese Möglichkeit des sparsamen Umgangs mit Lösch-
wasser noch.
Die Atemschutzgeräte im Innenraum sind mittlerweile Standard geworden. Damit wird wertvolle
Zeit gewonnen, da sich der erste Trupp schon während der Fahrt zum Einsatzort ausrüsten kann.
Diese Tätigkeit wird dem Trupp durch eine grüne Reisebusbeleuchtung im Mannschaftsraum
erleichtert, die den Fahrer nicht blendet und stört.
Auch die Einrichtungen zur Eigensicherung der Einsatzkräfte befinden sich auf einem ange-
messenen Niveau. Blaue Blitzleuchten auf dem Dach, an der Fahrzeugfront und an beiden Seiten
des Hecks haben eine deutlich bessere Warnwirkung als die herkömmlichen Rundumkenn-
leuchten. Diese Warnwirkung wird durch die Beklebung der Fahrzeugfront und der Fahrzeugseiten
mit reflektierender gelber Folie noch verstärkt. Steht das Fahrzeug an der Einsatzstelle, sorgen
gelbe Blitzleuchten heckseitig auf dem Dach für eine zusätzliche Absicherung. Beleuchtete Tritte
am Mannschaftsraum und eine Umfeldbeleuchtung erlauben nachts ein sicheres Aussteigen
und Entnehmen der Geräte.